Donnerstag, 10. Juli 2014

A flower quickly fading

 
 
Wer hat sie nicht gehört, die Zeilen von Casting Crowns:
"I am a flower, quickly fading, here today and gone tomorrow..."
(der sollte unbedingt mal reinhören.)
Mohnblumen verdorren unheimlich schnell. Vielleicht kommt gerade mal jemand vorbei um sie schön zu finden. Aber sie weigern sich, mit Vasenwasser abgespeist zu werden - einmal ausgerissen,  kann man ihnen beim Welken zusehen.
Hab' ich meine Wurzeln noch?
Und wer freut sich an mir? Mein Schöpfer? Oder hab ich mich ausreißen lassen von jemandem, der den Anschein machte, als wolle er mich ausführlich bewundern und mir dabei den Boden unter den Füßen wegzog und mich nur schneller welken lässt?
"... yet you hear me, when I'm calling, Lord, you catch me, when I'm falling, and you've told me, who I am: I am yours"
wie gut.
(Lyrics by Casting Crowns - ich kenn' die nicht gut, aber ich würde jetzt stark vermuten, dass die so heißen weil sie ihre Kronen niederlegen vor dem, der ihrer wirklich würdig ist...)
 


Montag, 7. Juli 2014

einer von diesen langen Abenden

Was für ein zauberhafter Sommerabend mit improvisierter Musik, dem Klang eines Orchesters durch's offene Fenster, Freunden, dem Zirpen der Grillen und diesen wunderbaren schweren Regenwolken mit ihren rosa Rändern - danke an den Art Director!

Dienstag, 1. Juli 2014

Freitag, 20. Juni 2014

 
 
Ein Stück, dass ich vor ein paar Jahren geschrieben habe. Der Titel ist einfallsloserweise der Ort, an dem mir das Stück eingefallen ist, während ich mich an die sonnenverbrannte Rinde einer Kiefer lehnte und auf flammend gelbe Birken in der Herbstsonne schaute... 

Montag, 16. Juni 2014

*We are far too easily pleased:

Heute nun endlich ein paar Gedankenfetzen zu meinem Blogtitel... "Imagine there's no heaven", hat John Lennon mal gesungen, in einem Lied, das so traurig schön und voller Visionärsgeist ist, dass ich es wirklich mag. Aber stellen wir uns für ein paar Sekunden  das Gegenteil vor. Stellen wir uns vor, es gäbe ihn wirklich, den Himmel. Stellen wir uns vor, dass es das gibt, ein Land voll unendlicher Größe und Schönheit. Wir nicht länger im Korsett der Zeit, das uns atemlos macht. Und stellen wir uns vor, es gäbe ihn wirklich, den, der uns und das alles geschaffen hat. Der auf uns mit Liebe blickt und in enger Gemeinschaft mit uns leben möchte. Der Wohnungen für uns dort eingerichtet hat.

Was ist an dieser Vorstellung verwerflich? Eine Vertröstung? Flucht ins Jenseits? Ich bin mir nicht sicher, wer zuerst auf die Idee kam, Gläubigen diesen Vorwurf zu machen.
Wäre es nicht eher eine Vertröstung – vorausgesetzt immer noch „imagine there’s a heaven“ – wenn das Versprechen der ewigen Jugend tatsächlich wahr werden würde? Wenn wir Jahr um Jahr reisen könnten, wohin wir wollten, während in der Ukraine doch noch Kämpfe tobten und das Elend vor unserer Haustür nicht kleiner würde? Wäre das nicht die eigentliche Flucht? Wir lassen uns bereitwillig den Himmel stehlen und nehmen dafür die Malediven – und wir merken es nicht mal. Nur so kann ich mir die Behauptung mancher erklären, dass Schönheit nur in ihrer Vergänglichkeit wahrhaft schön sei.

If there lurks in most modern minds the notion that to desire our own good and earnestly to hope for the enjoyment of it is a bad thing, I submit that this notion has crept in from Kant and the Stoics and is no part of the Christian faith. Indeed, if we consider the unblushing promises of reward and the staggering nature of the rewards promised in the Gospels, it would seem that Our Lord finds our desires, not too strong, but too weak. We are half-hearted creatures, fooling about with drink and sex and ambition when infinite joy is offered us, like an ignorant child who wants to go on making mud pies in a slum because he cannot imagine what is meant by the offer of a holiday at the sea.

We are far too easily pleased."

C.S.Lewis in "The Weight of Glory", einem sehr lesenswerten Aufsatz http://www.verber.com/mark/xian/weight-of-glory.pdf